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28.02.2019

Makkabi Deutschland verleiht Makkabäer-Preis an den 1. FC Nürnberg

MAKKABI Deutschland ist Deutschlands einziger jüdischer Sportverband. In 38 Ortsvereinen zählen sich über 5000 Sportlerinnen und Sportler verschiedenster Herkunft als Teil der deutschen Makkabi-Bewegung. Neben dem Sport hat sich MAKKABI Deutschland auch den Einsatz für Integration und den interkulturellen Dialog, sowie die Bekämpfung jeder Art von Fremdenfeindlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Trotz dessen kommt es leider noch regelmäßig zu antisemitischen und rassistischen Anfeindungen auf den Fußballplätzen und Sportanlagen. Jüdische Spieler werden angegriffen und beschimpft, israelischen Sportlern wird die Teilnahme an internationalen Wettbewerben verwehrt und bedauerlicherweise schauen sowohl die Politik, als auch die Sportfamilie noch zu oft beteiligungslos weg.


Doch es geht auch anders! Vor allem in der deutschen Sportgemeinschaft haben sich Vereine und Initiativen hervorgetan, die sich den verbindenden Gedanken des Sports und das entschiedene Vorgehen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung besonders zu Herzen nehmen.


Der 1. FC Nürnberg ist einer dieser Vereine! Der 1. FCN setzt sich gemeinsam mit  unserem Ortsverein TSV Maccabi Nürnberg für einen sportlichen, kulturellen und sozialen Austausch zwischen beiden Vereinen und ihren Mitgliedern ein. Das Zusammenbringen verschiedener kultureller Hintergründe und Glaubensrichtungen sowie die gemeinschaftliche Vermittlung freiheitlicher Werte durch den Sport sollen zum Abbau existierender Vorurteile führen und eine sichere Plattform der freundschaftlichen Begegnung für alle Beteiligten schaffen. Der „Club“ nutzt dabei seinen öffentlichen Einfluss, bezieht klar Stellung gegen jede Art von Ausgrenzung und setzt sich in einer vorbildlichen Art mit der eigenen Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Ein starkes Zeichen für eine offene und tolerante Zukunft in unserem Land.


Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und das Vergessen im Sport


Zusammen mit dem TSV Maccabi Nürnberg rief der 1.FCN ein gemeinsames Projekt ins Leben: Den „Jenö Konrad Cup 2.0“, ausgehend von der Biografie des ehemaligen jüdischen 1. FCN-Trainers Jenö Konrad (1930 bis 1932). Konrad flüchtete aufgrund der antisemitischen Hetze des nationalsozialistischen Magazins „Der Stürmer“ in einer Nacht- und Nebelaktion 1932 aus Nürnberg. Nach einigen kurzweiligen Stationen in Europa, zuletzt bei Sporting Lissabon, gelangte er schließlich nach New York. Als Fussballtrainer arbeitete der erfolgreiche Spieler und Trainer nie wieder.


Beginnend mit einer, auf Jenö Konrads Biografie basierenden Projektwoche über „Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im Sport“ an Schulen aus Nürnberg und

der Umgebung, veranstalteten beide Vereine ein gemeinsames Fußballturnier.


„Die Partnerschaft zwischen dem 1. FC Nürnberg und TSV Maccabi Nürnberg, mit der Kombination aus Vermittlung von geschichtlichem Wissen und sportlicher Begegnung beim Jenö-Konrad-Cup, soll sich in der Stadt als Zeichen gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und das Vergessen im Sport etablieren“, sagt Dr. Anatoli Djanatliev, Vorstand des TSV Maccabi Nürnberg.


So nehmen beide Vereine mit diesem Projekt an der Woche der Brüderlichkeit 2019 der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Franken teil, kooperierten bei den Info-Veranstaltungen für Sportvereine „Sport und Rechtsextremismus“ der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg und des 1. FC Nürnberg, organisieren regelmäßig den „Maccabi Cup“, ein Fussballturnier mit integrativem Charakter und planen schon jetzt die nächsten gemeinsamen Projekte, wie die Ausrichtung des Jenö-Konrad-Cups 2019.


Aus diesen Gründen freuen wir uns mitzuteilen, dass MAKKABI Deutschland sich entschlossen hat den 1. FC Nürnberg mit dem „MAKKABÄER 2019 für Toleranz, Offenheit und Fairness im Sport“ auszuzeichnen.


Alon Meyer (Präsident von MAKKABI Deutschland): „Die enge Zusammenarbeit mit unserem Makkabi-Verein in Nürnberg, die geschichtliche Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit während der Zeit des Nationalsozialismus und der ehrliche Einsatz für Toleranz und gegen Antisemitismus auf dem Fußballplatz und in Schulen, machen den 1. FC Nürnberg zu einem mehr als würdigen Träger des Makkabäer- Preises.“


Niels Rossow (Kaufmännischer Vorstand 1.FCN): „Der Preis ehrt uns. Er ist Ansporn und Verpflichtung zugleich. Unser Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus muss immer Grundlage für das Handeln und Wirken des 1. FC Nürnberg sein.“


Die Preisübergabe mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des 1. FC Nürnberg, Dr. Thomas Grethlein und dem Kaufmännischen Vorstand Niels Rossow, sowie dem Präsidenten von MAKKABI Deutschland, Alon Meyer und dem Vorsitzenden des TSV Maccabi Nürnberg, Dr. Anatoli Djanatliev, findet am 02. März 2019 um 15.12 Uhr  im Innenraum des Max-Morlock-Stadions statt. Zuvor wird auf der Stadionleinwand ein Trailer zum Jenö-Konrad-Cup laufen, woraufhin es im Anschluss ein Interview der Stadionsprecher mit Alon Meyer und Dr. Thomas Grethlein geben wird.

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